Pläne verändern neue Richtung
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Wenn man alle Pläne über den Haufen wirft…

Wenn man alle Pläne über den Haufen wirft…

Manchmal ist das Leben gar nicht so leicht. Und obwohl ich einen Blog habe, habe ich bisher versucht, meinen Blog gar nicht so persönlich werden zu lassen. Klar, es ist halt einfach angenehmer, nur die Sonnenseiten des Lebens mit den Lesern zu teilen. Aber es gibt im Leben nun mal nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Und da ich über mehr als nur Malta und ein bisschen Sport schreiben will, versuche ich nun gelegentlich, etwas persönlicher zu werden. Einige kleine Versuche hab ich schon unternommen (beispielweise mit meinem Beitrag zum Thema Veränderung sowie gelegentlicher persönlicher Anekdoten). Aber vor allem in letzter Zeit ist mir bewusst geworden, dass es noch viel mehr gibt. Und dass Pläne auch mal über den Haufen geworfen werden müssen. Und dass manchmal auch eine neue Richtung eingeschlagen werden muss.

 

 

Wenn sich der Plan für die Zukunft ändert…

Derzeit beschäftigt mich die Themen persönliche Weiterentwicklung und Zukunft sehr. Kurz vor dem Ende meines Studiums habe ich mich für ein Auslandspraktikum entschieden, um neue Erfahrungen zu sammeln und meine Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Ich hatte irgendwie noch nicht das Gefühl, wirklich reif und angekommen zu sein, und wollte nochmal was erleben. Und genau das hat für mich irgendwie alles verändert.

Ehrlich gesagt hatte ich nämlich eine ziemlich genaue Vorstellung für meine Zukunft und mein Leben. Ich wusste, welche berufliche Richtung ich nach meinem Studium einschlagen will. Ich wusste, dass ich unbedingt eine eigene Familie haben will. Ich wusste, dass ich…

Jap, ich „wusste“. Genau genommen glaube ich jetzt nicht mehr, dass ich unbedingt „wusste“. Ich hatte mir irgendwann einen Plan zurecht gelegt und habe ihn nie in Frage gestellt. Und dann kam Malta. Und Malta hat irgendwie alles verändert. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass Malta der Auslöser für meine Veränderungen war, sondern eher ein Symptom.

 

 

Schließlich wäre ich nie ins Ausland gegangen, wenn ich nicht den Drang nach Veränderung gehabt hätte. Ich hätte einfach gemütlich mein geplantes Leben weiterlaufen lassen können. Habe ich aber nicht. Und jetzt bin ich 25 Jahre alt (oder jung) und mir gar nicht mehr so sicher, was ich eigentlich will. Und habe erstmal sämtliche Pläne über Board geworfen. Das, was ich beruflich unbedingt machen wollte, kann ich mir so nun gar nicht mehr vorstellen. (Das Gute ist allerdings, dass ich mit meinem Studium relativ flexibel bin und nun nur eine andere Richtung einschlagen will. Vielleicht). Von meinem Freund habe ich mich nach einigen Jahren getrennt, weil es das doch irgendwie nicht war. Deutschland habe ich (erstmal) verlassen, weil es möglicherweise doch woanders schöner ist.

 

Manchmal müssen Veränderungen riskiert werden

Und jetzt, da ich alle Pläne für die Zukunft über den Haufen geworfen habe, bin ich total froh über diesen Schritt. Und zur gleichen Zeit stresst es mich furchtbar, dass alle anderen in meinem Alter wissen, wohin der Weg führen soll. Freunde erklimmen die Karriereleiter und Hochzeiten werden geplant. Und ich habe mich entschieden, nach meinem Praktikum einfach mal im Ausland zu bleiben und abzuwarten, was passiert.

Dementsprechend bin ich nach meinem Praktikum kurz zurück nach Deutschland, um die letzte Prüfung meines Masterstudiums abzulegen. Dies habe ich übrigens erfolgreich geschafft und darf mich jetzt über meinen Masterabschluss freuen. Der kurze Abstecher nach Deutschland dauerte zehn Tage an, und heute geht es wieder zurück nach Malta. Auf in eine neue und ungewisse Zukunft.

 

 

Manchmal muss man etwas wagen

Vielleicht geht alles schief, vielleicht war es die klügste Entscheidung meines Lebens. Ich weiß es nicht. Aber wir werden sehen.

Eine gute Freundin sagte mir, dass sie es mutig findet, dass ich diesen Schritt gehe. Und dass die Erkenntnis, nicht zu wissen was man will, jetzt vielleicht besser ist, als wenn ich in zwanzig Jahren mein Leben bereue.

Und nun ist alles anders. Ich bin ohne Plan, ohne Idee, ich weiß nicht, was ich will. Es ist ein bisschen beängstigend, dass ich nicht weiß, wohin mich nun alles führen soll. Aber zur gleichen Zeit ist es auch erleichternd zu wissen, dass ich für neue Wege offen sein kann. Und weil ich nun offen für neue Wege bin, habe ich mich entschieden, erstmal weiterhin in Malta zu leben. Einen Job zu finden (für den ich übrigens auch schon eine Zusage habe!) und dann mal zu schauen. Vielleicht zieht es mich in einem halben Jahr schon wieder nach Deutschland. Vielleicht wird meine Zukunft ganz anders, als ich sie mir immer ausgemalt habe. Ich weiß es nicht – und das ist auch gut so!

 

 

Hast du schon mal deine Zukunftspläne über den Haufen geworfen? 

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Julia

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