Flug Ryanair
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Eine Flugreise, die ist lustig… Mein Flug mit Ryanair

Eine Flugreise, die ist lustig… Mein Flug mit Ryanair

Eine Flugreise, die ist lustig, eine Flugreise, die ist schön… Oder so ähnlich. Als ich nach einem günstigen Flug nach Malta gesucht habe, habe ich etwas länger gesucht. Dann habe ich bei Ryanair ein richtiges Schnäppchen entdeckt, und zugeschlagen. Da ich mich vorher informiert hatte, wusste ich grob, worauf ich mich einlasse. Luxus oder unnötigen Schnickschnack durfte ich nicht erwarten. Macht aber auch nichts, brauche ich nicht.

Bei meiner Flugbuchung hatte ich aber Glück und hab ein kleines Schnäppchen gefunden. Ich habe einen „Leisure Plus“ Tarif gebucht. So hatte ich dennoch den Luxus, dass ich mir meinen Sitzplatz aussuchen konnte und Priority Boarding hatte. In meinem Fall war dieser Tarif günstiger, als bei dem günstigen Standard Tarif das Gepäck dazu zubuchen. Ansonsten hätte ich auf diese Zusätze verzichtet. Also Glück gehabt. Es kann aber auch sein, dass der Standard Tarif mit zugebuchtem Gepäck in anderen Fällen günstiger ist. Schau vor deiner Buchung genau nach, wenn du ein paar Euro sparen möchtest.

 

Der lange Weg vom Terminal zum Flugzeug

Am Flughafen angekommen (nachdem die Bahn mich zwischenzeitlich erst zum verzweifeln gebracht hatte), ging erstmal alles glatt. Mein Gepäck war schnell aufgegeben, die Sicherheitskontrolle schnell überwunden. Ab zum Gate, und dann hieß es warten. Denn das Boarding begann und begann nicht. Etwa eine Viertelstunde vor geplanten Abflug kam eine Durchsage, dass sich der Flug 20 Minuten verzögert. Den Grund wurde so schnell genuschelt, dass weder ich noch andere Fluggäste etwas verstehen konnten. Also weiter warten.

Etwa zehn Minuten später kam der Aufruf zum Boarding. Die anfängliche Freude endete, als sich herausstellte, dass wir nur zehn Meter weiter im Gang Richtung Flugzeug wieder warten mussten. Allerdings erfragte ein anderer Passagier bei einem Angestellten den Grund für die Verspätung. Anscheinend war die eigentliche Crew noch nicht da, und eine andere Crew musste einspringen. Ah ja, wie auch immer.

Einige Minuten später ging es weiter. Wir sollten den Tunnel verlassen und draußen die Treppe runter gehen, um zum Flugzeug zu gelangen. Der Weg endete aber erstmal auf der Treppe. Das Tor zwischen Treppe und dem Weg zum Flugzeug war abgesperrt und es fühlte sich keiner verantwortlich, es zu öffnen. Also wurden wir erstmal Wort wörtlich im Regen stehen gelassen. Hurra. Dort verharrten wir einige Minuten, bis der Pilot (oder ein anderer Mitarbeiter?) uns entdeckte und irgendein Zeichen gab. Dann kam auf einmal jemand angerannt und öffnete uns das Tor. Endlich ging es zum Flugzeug.

 

Endlich im Flugzeug…

Dann ging es eigentlich ganz entspannt weiter. Mein Handgepäck verstaute ich im Gepäckfach und unter dem Vordersitz. Die Maße und das Gewicht meines Handgepäcks wurden nicht kontrolliert. Ich hatte die vorgegeben Maße gut ausgenutzt und Bedenken, dass ich nochmal um- oder auspacken muss. Diese Bedenken waren aber völlig umsonst. Ob das bei allen Flügen so läuft, kann ich allerdings nicht sagen.

Im Flugzeug machte es mir gemütlich, zumindest so gut es ging. Die Sitze sind sehr eng, und ich frage mich, wie größere und kräftigere Personen hier bequem sitzen sollen. Für mich (als eher kleinen, schmalen Menschen) war es aber kein Problem. Außerdem wusste ich aus meinen Recherchen schon, dass mich nicht viel Platz erwarten würde. Aufgrund meiner Sitzplatz Reservierung hatte ich einen Fensterplatz. Ich liebe es, während eines Fluges aus dem Fenster zu schauen, und genieße den Blick von oben auf die Welt.

Mit ein bisschen mehr als einer halben Stunde Verspätung ging es los. Die Boardsprache auf allen Ryanair Flügen ist Englisch. Entsprechend werden die Sicherheitshinweise zunächst auf Englisch erläutert. Anschließend wurde aber auch ein deutsches Audio mit den Sicherheitshinweisen vorgespielt.

 

Was dich bei Ryanair erwartet

Auch das Bordpersonal spricht lediglich Englisch. Entsprechend müssten beispielsweise Essensbestellungen auf Englisch getätigt werden. Der Flug ist bei Ryanair außerdem von „Werbung“ geprägt. Auch diese wird auf Englisch vorgetragen. Geworben wird für Essen, Getränke, Glückslose und anderen Krimskrams.

Mein Tipp: nimm dir Kopfhörer und Musik (oder einen Film, ein Hörbuch, was auch immer du magst) mit. So musst du dir nicht die ganze Zeit „Werbung“ anhören. Alternativ könntest du auch Ohropax ausprobieren. Weiterer Luxus, auf den Ryanair verzichtet, sind beispielsweise verstellbare Rückenlehnen und Monitore im Flugzeug, die anzeigen, worüber man gerade fliegt. Ebenso gibt es keinen Musik-Anschluss in den Armlehnen, wie man es von anderen Fluggesellschaften gewohnt ist. Möchtest du also während des Fluges Musik hören, solltest du dir, wie eben empfohlen, etwas Eigenes mitnehmen.

Wenn du dir keine Getränke und Essen kaufen willst, empfehle ich dir, dass du dir selber einen Snack einpackst. Außerdem kannst du dir eine leere Plastikflasche mitnehmen. Diese kannst du nach der Sicherheitskontrolle auf der Toilette mit Wasser auffüllen.

 

Fazit

Insgesamt war mein Flug mit Ryanair eher entspannt. Wir hatten zwar einige leichte Turbulenzen, aber nichts Wildes. Meinen Laptop habe ich während des gesamten Fluges im Gepäck verstaut gelassen. Mir war es einfach zu eng, um mit ihm zu arbeiten. In Malta angekommen bin ich übrigens mit nur noch einer Viertelstunde Verspätung. Wenn du auf unnötigen Luxus verzichten kannst, kannst du bei einem Flug mit Ryanair einige Euros sparen. Auch wenn bei meinem Flug nicht alles rund lief, bin ich insgesamt dennoch positiv überrascht und kann ich dir guten Gewissens Ryanair empfehlen.

 

Welche Erfahrungen hast du schon mit Ryanair gemacht?

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Julia

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht. Bislang bin ich noch nie mit Ryanair geflogen, aber in zwei Wochen ist es endlich soweit. Finde es schon sehr wichtig, solche Erfahrungsberichte zu lesen. So kann man sich schon mal einen Eindruck davon machen, was einen erwarten kann.

  2. Da die Stewarts und Stewardessen so gut wie nie Deutsche sind, sprechen sie selbstverständlich andere Sprachen – vielfach auch Deutsch oder Italienisch oder Spanisch, Niederländisch oder eine Ost-Europa-Sprache.
    Ich fliege sehr häufig ( 10-15 mal per Jahr ) die Strecke zwischen Rom und Köln/Weeze oder Berlin oder Schottland. Ich buche mir immer den gleichen Sitz – und mit der neuen Regelung für das Bordgepäck auch mit Priority – das ist es mir wert bei den ansonsten konkurrenzlos günstigen Preisen.
    Ich habe mir sagen lassen (…), dass der Sitzabstand bei Ryanair sogar noch ein paar cm günstiger als auf manchen Lufthansastrecken sein soll – ich BIN groß ( 186cm / 120KG ) und wenn man nicht gerade in den schmalen Teilen der Maschine bucht ( ganz hinten ) dann ist der Platz auch groß genug.
    Mit den Sonder-Verkäufen verdienen sich die Mitarbeiter etwas zum relativ kleinen Gehalt hinzu.
    Mich hätte bei dem Artikel – für den ich ansonsten danke – wirklich sehr interessiert, wo man da in Malta landet und wie komfortabel zu welchen Gebühren man dann weiterkommt.
    Auch interessant wären Hinweise auf gute, günstige, günstig gelegene Unterkünfte und andere Tipps.

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