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Ein Besuch im Fort Manoel

Ein Besuch im Fort Manoel

Vor einigen Wochen habe ich euch ja schon mal Manoel Island vorgestellt. Dies ist eine kleine Insel in Gzira, von der aus man einen schönen Blick auf Valletta hat. Bekannt ist Manoel Island allerdings wegen seines Forts.

 

Das Fort Manoel isterrichtet worden, um Valletta vor Angriffen zu schützen. Ansonsten wäre Valletta seitlich aus dem Nord-Westen problemlos von seinen Feinden angreifbar gewesen.

 

Geplant und errichtet wurde das Fort Manoel vom Antonio Manoel de Vilhena (daher auch der Name). Dieser war ein Großmeister des Malteserordens. Neben dem Fort Manoel hat er noch weitere Gebäude in Malta errichtet, wie den Palazzo Vilhena in Mdina und das Manoel-Theater in Valletta.

 

Antonio Manoel de Vilhena hat den Bau des Forts aus seinen eigenem Vermögen finanziert. Bescheiden darüber war er allerdings nicht, eher selbstdarstellerisch. So ließ er beispielsweise eine Bürste seines Kopfs über den Eingang zum Tor hängen, und auch seine Initialen lassen sich dort wiederfinden.

Das Fort Manoel

Das Fort ist symmetrisch aufgebaut. Der Grundriss ist quadratisch und in den Ecken befinden sich Bastionen. Zum Landesinnere wurden sie mit einem Kavalier errichtet, zur Meerseite mit einem Pulvermagazin.

 

Zum Landesinnere ist das Fort durch dicke Mauern und Gräben geschützt. Zur damaligen Zeit waren im Gegensatz zu heute keine Bepflanzungen vorhanden, sodass die Feinde keine Deckung finden konnten.

 

Zum Meer und Valletta hin ist das Fort hingegen offen und nicht geschützt. Das kommt einem zwar erst seltsam vor, allerdings hatte da einen klugen taktischen Grund. Sollten Feinde das Fort einnehmen, war es zu Valletta hin nicht geschützt, sodass es einfacher wieder zu erobern gewesen wäre. Diese offene Bauweise lässt das Fort außerdem wie ein Theater vor Valletta wirken. Parierten die Soldaten auf dem Platz im Fort, konnten die Anwohner Vallettas dies mit ansehen.

 

Leider ist das Fort derzeit nicht jederzeit für die Öffentlichkeit zugängig. Ich hatte Glück und konnte mir das Fort im Rahmen eines „Wochenende der offenen Tür“ anschauen. Und ich hatte wirklich Glück, weil mich das Fort total begeistert und beeindruckt hat, und es mir wirklich unglaublich gut gefallen hat.

 

Ich fand es unglaublich schön und die Atmosphäre hatte es mir irgendwie total angetan. Sogar so sehr, dass ich nachdem ich an dem einen Tag mit einigen Freunden das erste Mal dort war, am nächsten Tag nochmals mit einem anderen Freund hingegangen bin.

Falls ihr zufällig mal die Möglichkeit haben solltet, es euch anzusehen, kann ich es euch wirklich nur empfehlen.

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Julia

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