Freundschaft in einem fremden Land
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Eine Freundschaft in einem fremden Land

Eine Freundschaft in einem fremden Land

Dieser Beitrag ist ein Teil der Blogparade Eine Reise – Eine Freundschaft. Auch wenn meine Reise erst relativ frisch begonnen hat, möchte ich von der Entwicklung einer Freundschaft berichten. Ich kann zwar noch nicht von einer jahrelangen grenzüberschreitenden Freundschaft berichten, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Schließlich fängt alles mal klein an. Und auch eine frische Freundschaft kann eine besondere Freundschaft sein.

 

Eine Freundschaft, die vor der ersten Begegnung begonnen hat

Diese Freundschaft hat übrigens schon vor Beginn meiner Reise angefangen. Ich war auf der Suche nach einer Unterkunft für die Zeit meines Auslandspraktikums. Und ich hatte mich auf einige Anzeigen beworben, aber keine positive Rückmeldung erhalten. Eine Wohnung im Ausland zu finden, hatte ich mir eindeutig leichter vorgestellt. Dann habe ich einfach selber mal eine Anzeige geschaltet. Eigentlich war diese Anzeige nichts Besonderes, ich habe mich kurz vorgestellt und grob geschildert, was ich mir so für eine Unterkunft vorstellen würde.

Und daraufhin hat sich Lina gemeldet. Wir haben einige Male nett hin und hergeschrieben, und ich hatte ein richtig gutes Gefühl. Ganz nebenbei erzählte sie, dass sie zwar etwas älter sei als ich, aber immer gut mit jüngeren zurecht käme. Etwas älter hieß fast doppelt so alt. Das fand ich ehrlich gesagt im ersten Moment komisch. Ich bin Anfang zwanzig, und sie könnte meine Mutter sein. Aber dadurch, dass man ihr das gar nicht anmerkte, fand ich das gar nicht so schlimm. Und da ich auch eine Gastfamilie für mich nicht ausgeschlossen hatte, dachte ich mir, habe ich halt nur eine eine-Person-Gastfamilie.

Dann habe ich Lina zugesagt. Bisher habe ich diese Entscheidung nicht bereut. Sie ist ein unglaublich freundlicher und hilfsbereiter Mensch. Alleine der Kontakt zu ihr hat mir die Planung und Organisation meines Auslandsaufenthaltes vereinfacht.

 

Eine Freundschaft im Ausland

Auch mein erster Eindruck von ihr war durchweg positiv. Wir haben uns auf Anhieb verstanden und ich mich auf Anhieb in Malta wohlgefühlt. Lina kommt gebürtig nicht aus Malta, sondern ist dort vor einiger Zeit hingezogen. Ich fühlte mich vor allem zu Beginn meines Aufenthaltes noch nicht so sicher im Englischen und habe sicherlich häufig „deutsches Englisch“ gesprochen. Manchmal gibt es aufgrund der Sprache leichte kommunikative Schwierigkeiten, die sich aber bisher immer beheben ließen.

Mein liebstes Beispiel: Ich hab sie gefragt, wo der Müll ist. Für Müll habe ich „garbage“ verwendet. Das hat sie aber nicht verstanden, sondern gedacht, dass ich von „cabbage“ (Kohl) rede. Wie du dir vorstellen kannst, war es ein sehr witziges und komisches Gespräch. Und wir beide waren völlig verwirrt. Ich war verwirrt, warum sie nur Müll zum essen kennt, und sie war verwirrt, warum ich Kohl aus Papier habe. Naja . Am Ende haben wir es uns einander im Wörterbuch gezeigt und beide ein neues Wort gelernt.

Obwohl wir beide tagsüber arbeiten müssen, und ich auch nach der Arbeit noch häufig ein wenig unterwegs bin, unternehmen wir auch gelegentlich etwas gemeinsam. Kleine Ausflüge, Spaziergänge, Sightseeing – was es eben so gibt. Des Weiteren essen wir gelegentlich abends zusammen, und tauschen uns über unseren Tag aus. Es ist gut jemanden zu haben, mit dem man reden kann, und den man auch doofe Fragen stellen kann. Außerdem bin ich sehr dankbar, dass sie mir am Anfang alles wichtige hier gezeigt und erklärt hat.

 

Eine Freundschaft in einem fremden Land

Auch wenn ich nicht weiß, wie sich diese Freundschaft in Laufe meines Aufenthaltes noch entwickeln wird, wird meine Mitbewohnerin als erster richtiger Kontakt im Ausland immer etwas Besonderes sein. Es fühlt sich gut an, vor Ort einen Ansprechpartner zu haben. Ich kann wirklich nur jeden ermutigen, Kontakte zu knüpfen und sich Menschen zu öffnen. Es lohnt sich!

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Julia

6 Kommentare

  1. Hallo Julia,
    vielen Dank für die Teilnahme an meiner Blogparade!
    Deine Geschichte ist auch echt schön! Ich finde es toll, dass ihr euch so gut versteht. Eine Freundin in einem fremden Land zu haben, ist eine große Hilfe und man fühlt sich gleich ein bisschen wohler und sicherer. Ich hoffe, dass eure Freundschaft auch nach deinem Aufenthalt auf Malta noch bestehen bleibt und wünsche euch alles Gute und eine tolle Zeit auf Malta! 😀
    LG Johanna

    1. Hallo Johanna,
      sehr gerne, es ist ja auch wie gesagt ein super spannendes und interessantes Thema! Und ja, es ist wirklich super, direkt jemanden zu haben, an den man sich wenden kann, ich bin da auch sehr froh drüber 🙂
      Vielen lieben Dank für deine lieben Wünsche!
      Liebe Grüße
      Julia

  2. Liebe Julia,

    ein wirklich sehr schön geschriebener Beitrag 🙂 Ich finde es toll, wenn man überall Freunde finden kann und auch lange in Kontakt bleibt.

    Liebe Grüße aus Münster,
    Genevieve // http://www.stylingkitchen.com

    1. Danke dir! Und ja, ich finde es auch jetzt schon cool, mal woanders als „nur in Deutschland“ Freunde zu haben 🙂

  3. […] zu guter Letzt erzählt Julia von einer Freundschaft auf Malta. Das Besondere daran ist, dass sie ihre Freundin eigentlich gar nicht auf der Reise selbst […]

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