locker und entspannt Ausland leben
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Im Ausland leben – Sieh es locker und bleib entspannt!

Im Ausland leben – Sieh es locker und bleib entspannt!

Wenn ich eines in Malta gelernt habe, dann ist es entspannter und geduldiger zu sein. Und eigentlich war ich vorher schon der Meinung, dass ich grundsätzlich entspannt bin. Aber ich kann dir sagen, im Vergleich zu den Maltesern war ich es nicht. Natürlich ist es vor allem am Anfang für den typischen deutschen, pünktlichen und organisierten Menschen eine Umstellung, wenn nicht mehr alles nach Plan läuft. Ich habe auch ein bisschen Zeit gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. Aber oft hat man im Ausland eben keine andere Wahl, als locker und entspannt zu bleiben.

Wenn es im Ausland entspannter zugeht…

Es ist schon irgendwie witzig, wenn du auf der Arbeit schief angeguckt wirst, weil du immer pünktlich bist und dich bei deinem Chef entschuldigst, wenn du einmal fünf Minuten zu spät dran bist. Ja, in Malta wurde mir schon zu Beginn erzählt, dass es normal ist, dass man zu spät kommt. Trotzdem hob die Deutsche in mir immer ihren mahnenden Zeigefinger. Ich bin zwar auch immer knapp dran und komme oft auf den letzten Drücker, aber zu spät zur Arbeit?

Aber auch wenn ich mich mit Freunden treffe, versuche ich pünktlich zu sein. Wobei, naja, nachdem mein Bus zum gefühlten hundertsten Mal zu spät war, habe ich das Ganze übrigens auch entspannter gesehen. Es ist halt wie es ist. Und apropos Bus. Es gibt zwar einen Busfahrplan, aber wirklich verlässlich ist der nicht. Meistens startet der Bus noch relativ pünktlich (wenn er Lust hat), aber dann fährt der Bus weiter, wie es ihm passt. Klar, wollen viele Leute mit dem Bus fahren, dann muss er oft warten und hat möglicher Weise Verspätung. Umgekehrt fährt der Bus auch direkt durch, wenn niemand zu- oder aussteigen will. Folglich kann der Bus auch schon mal einige Minuten vor der Zeit sein.

Also: immer genug Zeit und Puffer einplanen. Und das wichtigste: Bleib entspannt. Es ist (in vielen südländischen Ländern übrigens) normal, dass man nicht immer pünktlich ist, und häufig wird sogar erwartet, dass man unpünktlich ist.

Genauso entspannt sehen die Malteser übrigens -meiner Erfahrung nach- Fristen. Ich wollte mich für mein Auslandspraktikum auf ein Erasmus+ Stipendium bewerben. Dafür brauchte ich ein ausgefülltes und unterschriebenes Dokument von meinem Praktikumsgeber und habe über 8 Wochen (!!!) darauf gewartet. Letztendlich ging alles gut, und ich habe es zwei Tage (!!!) vor meiner Bewerbungsfrist erhalten. Dass ich zwischenzeitlich mit den Nerven wirklich am Ende war, brauche ich vermutlich nicht mehr zu erwähnen.

 

Nimm es locker!

Generell lernst du in einem Land, die Dinge so hinzunehmen, wie sie sind. Natürlich ist es viel leichter gesagt als getan. Aber ändern kannst du ohnehin nichts. Und irgendwie finde ich es langsam richtig gut, dass man Dinge einfach mal entspannter angeht. Zugleich zeigt es mir auch, wie sehr ich die deutsche Organisation schätzen kann.

Und sobald du etwas entspannter wirst, wirst du zugleich auch flexibler. Etwas läuft nicht wie geplant? Machen wir es halt anders. Der Bus kommt nicht? Treffen wir uns eben eine halbe Stunde später. Mit der Zeit wird man eben immer flexibler und anpassungsfähiger an verschiedene Situationen.

Ich persönlich liebe die Entspanntheit der Malteser (aber nicht die Unzuverlässigkeit!). Und ich habe definitiv gelernt, einige Dinge einfach mal so hinzunehmen, wie sie sind.

 

Dieser Artikel ist Teil der Reihe: 5 Gründe, warum du auch mal im Ausland gelebt haben musst.

 

Hast du auch schon Erfahrungen mit der südländischen Entspanntheit gemacht?

 

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Julia

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