Komfortzone Veränderung Neues wagen
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Raus aus der Komfortzone

Raus aus der Komfortzone

Jeder von uns hat eine individuelle Komfortzone. Und meine Komfortzone ist ziemlich groß und, wie der Name schon so schön sagt, ziemlich komfortabel. Es ist gemütlich in seiner Komfortzone zu bleiben. Man fühlt sich wohl und man weiß wie der Hase läuft. Es gibt kein Risiko zu scheitern oder sich lächerlich zu lachen. Eine Komfortzone ist ein kleines sicheres, gemütliches Plätzchen.

Und genau das ist das Problem. Es ist gemütlich, man wagt nichts und erlebt nichts Neues. Man tritt förmlich auf der Stelle. Manchmal ist das auch in Ordnung und gar nicht schlimm. Manchmal sollte man aber auch mal den Blick aus der Komfortzone riskieren.

 

Warum ist unsere Komfortzone so bequem?

In unserer Komfortzone fühlen wir uns wohl. In der Komfortzone zu sein, ist bequem für unser Leben. Weniger Arbeit, geringes Risiko, alles ist bekannt. Man weiß eben wie der Hase läuft. Das besondere an unserer Komfortzone ist, dass sie sich insbesondere für die Abwesenheit von unangenehmen Empfindungen auszeichnet. Wir können uns also ohne Zweifel sicher und wohl fühlen. Nichts kann uns passieren. Kein peinliches Erlebnis, kein Scheitern, keine schlechte Erfahrung, keine Enttäuschung.

Generell ist das Problem mit unserer Komfortzone Folgendes. Je bequemer und wohler wir uns fühlen, desto mehr gewöhnen wir uns dran und wollen in dieser Komfortzone bleiben. Manchmal werden die Umstände in der Komfortzone sogar als vollkommen selbstverständlich angesehen, weil wir uns so daran gewöhnt haben.

 

No Risk no Fun – oder wie heißt es noch so schön?

Meine eigene Erfahrung des Komfortzone-Verlassens durchlebe ich aktuell seit einigen Monaten.  Ich habe, wie fleißige Blog-Leser wissen, den Schritt in ein Auslandspraktikum gewagt und bin nach Malta gezogen. Wobei ich mich ehrlich gesagt inzwischen schon halbwegs daran gewöhnt habe, nicht mehr in einer super gemütlichen Komfortzone zu leben. Vor allem zu Beginn war es aber gar nicht so einfach.

Als ich nach Malta kam, war es für mich eine große Überwindung, Englisch reden zu müssen. Zu sehr hatte ich mich bisher davor gescheut und auch geschickt gedrückt. Wenn man in Deutschland (oder sogar im Urlaub) nicht will, muss man auch nicht unbedingt Englisch reden.

Auch alleine irgendwo ohne Freunde hinzugehen fiel mir schwer. Was denken andere über mich, wenn ich alleine irgendwo sitze? Was mache ich, wenn ich irgendwo hingehe, aber dort niemand mit mir reden will? Vielleicht sind ja alle anderen Leute doof und ich mag die überhaupt nicht leiden?

Neues Essen ausprobieren – zuvor eine rote Flagge für mich. Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Dieses Sprichwort passte perfekt zu mir. Sah irgendetwas am Essen auch nur ansatzweise etwas seltsam geformt aus, wurde es aussortiert.

Mit einer anderen Kultur konfrontiert zu werden, die so ganz anders als die Deutsche ist – eine Herausforderung. Schließlich ist doch alles Deutsche normal, und alles andere komisch und nicht richtig, oder?

 

Wie toll die Nicht-Komfortzone ist

Nichtsdestotrotz bereue ich meinen Schritt nicht. Nein, ganz im Gegenteil. Mir gefällt es außerhalb meiner Komfortzone mittlerweile eigentlich recht gut. Und ich hatte jahrelang zuvor Zweifel, und zu Beginn auch ein bisschen Bedenken. Und jetzt bin ich umso positiver überrascht.

Mal etwas Neues wagen, über den eigenen Schatten springen, sich weiterentwickeln. Erfahrungen, die ich in Malta machen durfte und auch immer noch machen darf. In meiner Nicht-Komfortzone gefällt es mir so gut, dass ich mich entschieden habe, auch nach meinem Praktikum noch ein bisschen länger in ihr zu leben.

Und so geht mein Leben in der Nicht-Komfortzone weiter. Ich bleibe erstmal in Malta. Ich werde mir einen Job im Ausland suchen und komplizierte Dinge (so doofe Sachen wie Steuern und so ein Kram) grenzübergreifend klären und organisieren. Eigentlich gar nicht so mein Ding.

Wenn du den Schritt aus der Komfortzone wagst, kannst du neue Erfahrungen machen. Erfahrungen, die du sonst höchst wahrscheinlich nicht gemacht hättest. Erfahrungen, die dich aber für dein weiteres Leben weiterbringen können. Schließlich fördern solche Erfahrungen, deine Persönlichkeit und deine persönliche Weiterentwicklung. Du hast die Möglichkeit, Neue Dinge zu erleben und zu lernen, die du sonst niemals kennen gelernt hättest. Ein Schritt aus der Komfortzone hat auch immer damit zu tun, Veränderungen am eigenen Leben zuzulassen.

 

Wage den Schritt aus der Komfortzone!

Ich möchte dich ermutigen, einen Schritt aus der Komfortzone zu wagen, wenn es schon seit einiger Zeit etwas gibt, was du gerne wagen möchtest. Ich kenne die Selbstzweifel nur zu gut, aber ich kann dir sagen, diese sind nicht nötig. Es gehört dazu, sich von ursprünglichen Pläne zu verabschieden, neue Pläne zu schmieden, mal etwas Neues zu wagen. Du bist toll, und selbst wenn es schief gehen sollte, hast du eine wunderbare Erfahrung gemacht. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Wage es, es lohnt sich.

Habe Mut, wage den Blick aus der Komfortzone! Vielleicht ist dies genau der Schritt, den du zum Glücklich werden brauchst.

 

Hast du schon mal deine Komfortzone verlassen? Welche Erfahrung hast du damit gemacht? Oder gibt es etwas, was dich abhält, deine Komfortzone zu verlassen?

 

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Julia

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