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Das Problem mit den guten Vorsätzen – setze deine Ziele SMART!

Das Problem mit den guten Vorsätzen – setze deine Ziele SMART!

Ein neues Jahr steht vor der Tür, es wird also Zeit für neue Vorsätze. Irgendetwas möchte man schließlich verändern. Dieses Jahr möchte ich dich dabei unterstützen! Warum? Ganz einfach: Die meisten Vorsätze halten nicht lange, und das ist schade. Woran das liegt, und wie du es für dich persönlich ändern kannst, erfährst du jetzt. Und mit der Formel für SMARTe Ziele, kannst du das wirklich leicht umsetzen.

 

Warum sollte ich meine Ziele anders setzen?

Es wird dir schon aufgefallen sein, dass viele Leute im Januar anfangen, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Die Fitnessstudios füllen sich, alle Vereinsmitglieder kommen wieder zum Training,  die Diäten beginnen. Die Idee an sich ist auch gar nicht so schlecht: etwas mehr bewegen, etwas gesünder essen. Aber warum scheitern diese Pläne?

Das Problem ist, dass die Ziele oft ins Blaue hinein gesetzt werden. Deine Entscheidung „Ich gehe jetzt immer joggen“ stellt nämlich kein klares Ziel dar. Dir wird das „warum?“ hinter deiner Entscheidung nicht klar sein. Aber nur wenn dir bewusst ist, wo genau du persönlich hin möchtest, und was genau du persönlich erreichen möchtest, kannst du erfolgreich sein und dein Ziel erreichen.

Auch beim Sport im Rahmen der Leistungssteuerung und Trainingsplanung ist es übrigens wichtig, SMARTe Ziele zu setzen.

 

Wie sollte ich meine Ziele setzen?

Um dein Ziel erfolgreich erreichen zu können, musst du ein SMARTes Ziel setzen. Das erste Mal habe ich von SMARTen Zielen vor einigen Jahren von meinem damaligen Trainer gehört. Er hat uns damals alle ein SMARTes Ziel formulieren lassen –  und wir haben es verfolgt. Ein SMARTes Ziel ist ein Ziel, was sich einprägt, und das es wert ist, verfolgt zu werden. Das Wort SMART ist eine Abkürzung von fünf Wörtern, die Kriterien darstellen, welche bei der Zielsetzung beachtet werden sollten.

S – spezifisch:

Dein Ziel muss spezifisch definiert sein. Dein Ziel muss ganz eindeutig und präzise formuliert sein.  Es sollte nicht vage sein oder einen Interpretationsraum lassen.

Wenn du sagst, dass du abnehmen möchtest, ist dein Ziel unspezifisch und ziemlich vage. Vielleicht ist es nur ein halber Kilo, vielleicht sind es zehn Kilo. Lege dich konkret fest und formuliere dein Ziel spezifisch: Ich möchte 5 Kilo abnehmen! Ich möchte einen Halbmarathon laufen und im Ziel ankommen!

M – Messbar:

Dein Ziel muss messbar sein. Es muss also festgelegte Kriterien geben, an denen festgestellt werden kann, dass du dein Ziel erreicht hast.

Es ist leicht, ein Ziel messbar zu machen. Setze dir zum Beispiel eine bestimmte Zeit für deinen Halbmarathon zum Ziel. Lege fest, dass du mehr Tore als im vorherigen Jahr schießen möchtest. Es muss also leicht sein, dein Ziel zu messen.

A – attraktiv:

Dein Ziel muss attraktiv sein. Das bedeutet, dass du dir dein Ziel weder zu niedrig noch zu hoch legen darfst. Es muss für dich persönlich erreichbar sein. Dein Ziel sollte also so gewählt werden, dass du auch bei dem ersten Hindernis nicht aufgibst. Darum muss dein Ziel dir persönlich wichtig sein.

Finde heraus, ob dein Ziel für dich attraktiv ist. Frage dich, ob du wirklich bereit bist, alles für dieses eine Ziel zu investieren. Dich stört der Regen, dir ist die Anfahrt zum New York Marathon doch zu weit. Diese Gedanken bedeuten, dass dein Ziel für dich persönlich nicht attraktiv genug ist.

R – Realistisch:

Dein Ziel muss realistisch sein. Es bringt dir nichts, wenn du dir selber ein unerreichbares Ziel setzt, dann bist du hinterher nur selber enttäuscht. Dein Ziel sollte für dich persönlich zu verwirklichen sein.

Wenn du dir vornimmst in einer Woche zehn Kilo abzunehmen wirst du schnell enttäuscht sein. Du willst in einem Monat einen perfekten Flick Flack lernen, kannst aber noch nicht mal einen Handstand? Dann wird das Ziel auch nicht zu verwirklichen sein. Hoffe nicht auf ein Wunder! Setze dein Ziel gemessen an deinen Fähigkeiten und lass dir genug Zeit zum Erreichen des Zieles. So stellst du sicher, dass du dich hinterher nicht selber enttäuschst.

T – Terminiert:

Dein Ziel muss terminiert sein. Du solltest dir als selber eine Terminvorgabe geben, bis zu welchem Zeitpunkt du dein persönliches Ziel erreicht haben möchtest.

Überlege dir einen konkreten Zeitpunkt, wann du dein Ziel erreicht haben möchtest. „Irgendwann in den nächsten zwei Jahren“ ist sehr schwammig und verleitet dazu, das Ziel immer aufzuschieben. Ein konkretes Datum oder ein bestimmtes Event oder ein bestimmter Wettkampf hingegen halten die Motivation hoch.

Wie geht es weiter?

Mit einem SMARTen Ziel agierst du nicht ins Blaue hinein, sondern du verfolgst ein klares Ziel. Nur wenn du für dich persönlich festlegst, welches Ziel du erreichen möchtest, wirst du die Motivation haben, auch nach dem ersten Hoch der guten Vorsätze, an deinem Ziel festzuhalten und auf dein Ziel hinzuarbeiten.

Schreibe dir dein persönliches konkretes Ziel, deinen Vorsatz für das neue Jahr, auf einen Zettel. Diesen kannst du dir zum Beispiel an den Spiegel kleben oder auf deinen Terminkalender. Halte an deinem Ziel fest und gib nicht auf! Erinnere dich immer wieder, warum genau du dieses eine Ziel erreichen möchtest.

Selbst wenn du dein Ziel hinterher nicht realisieren konntest, weil du dich vielleicht verletzt, war deine Mühe nicht umsonst. Das Ergebnis, das du bis dahin erreicht hast, ist auch wichtig. Es kann dir zeigen, wie es weiter gehen soll, oder ob du deine Ziele anpassen solltest. Der Weg um ein Ziel zu erreichen ist ein kontinuierlicher Prozess. Gib nicht auf, du schafft das!

 

Was sind deine Vorsätze fürs neue Jahr?

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Julia

6 Kommentare

  1. Ich dachte mir gerade schon “ Das kenne ich irgendwoher“ – SMARTE Ziele war damals ein Inhalt des Studiums 😀 Gut zu wissen, das ich noch weiß für was die einzelnen Buchstaben stehen.
    Aber im großen und ganzen gebe ich dir übrigens komplett Recht. So mancher Vorsatz ist einfach unrealistisch zu setzen, weil der Vorsatz einfach zu „groß“ ist. Mit diesen SMARTen Richtlinien kann man sich viel bessere Ziele setzen 🙂

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net

    1. Haha sehr gut, ich hatte es tatsächlich auch in meinem Studium 😉 Und ja, ich denke wirklich, dass die Richtlinien sehr hilfreich sind und eine gute Basis zur Orientierung bieten…

  2. Hallo Julia,
    ahhh das ist gut, dass du mir das nochmal in Erinnerung rufst. Das mit den SMARTen Zielen hab ich auch schon mal gehört und werd ich mir auf jeden Fall merken – und für 2017 umsetzen! Ich finde, wenn man sich etwas aufschreibt, wird es gleich schon viel greifbarer und wichtiger. Danke für die Anregung 🙂
    Liebe Grüße, Corinna
    http://www.kissenundkarma.de

    1. Dann wünsche ich dir viel Erfolg bei der Umsetzung deiner Ziele / Vorsätze! 🙂 Und ich stimme dir zu: Sobald etwas mal auf einem Zettel steht, ist es direkt greifbarer und viel realistischer, weil man es nicht „mal eben“ so verdrängen kann, sondern immer wieder daran erinnert wird. Liebe Grüße!

  3. Huhu liebe Julia,
    ein toller Beitrag, den hatte ich gar nicht gesehen! 😀 Ich kenne smarte Ziele aus meinem Marketingstudium, bin aber gar nicht auf die Idee gekommen, sie auf diesem Themengebiet anzuwenden. Klasse Idee, denn sie passen wirklich gut zu den Neujahrsvorsätzen. Wobei ich ja auch der Meinung bin, dass man sie nicht zum neuen Jahr setzen muss, sondern eben während des Jahres auch schon anfangen kann. 🙂

    Liebe Grüße,
    Maj-Britt

    http://www.dailymaybe.de

    1. Hey Maj-Britt,
      Danke dir 🙂 Ja, ich gebe dir vollkommen Recht, wenn man etwas verändern möchte oder sich ein neues Ziel setzen will, dann kann (und sollte!) man es jederzeit tun und nicht bis zum nächsten Jahr warten. Ansonsten schiebt man es ja doch nur auf…
      Liebe Grüße,
      Julia

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