So sein wie du bist
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7 Tipps um so zu sein, wie du wirklich bist!

7 Tipps um so zu sein, wie du wirklich bist!

Ich hatte letztens ein interessantes Gespräch. Es ging darum, ob es nicht besser wäre sich zu verändern oder zumindest zu verstellen, um es anderen Leuten recht zu machen. In erster Linie gab es eine Hauptidee hinter diesen Gedanken. Scheinbar haben so viele Leute bestimmte Erwartungen an uns, denen wir nicht gerecht werden können, dass wir das Gefühl bekommen, das etwas mit uns nicht stimmt. Dass wir das Gefühl bekommen, dass wir nicht gut genug sind. Dass wir das Gefühl bekommen, uns für uns selber schämen zu müssen. Schließlich bekommen wir den Eindruck, dass es einfacher wäre, jemand anderes zu sein.

Das ist allerdings nicht richtig! Du solltest so sein wie du bist – eben weil du du bist. Natürlich ist es manchmal gar nicht so leicht, wirklich zu sich selber zu stehen. Manchmal ist es eben einfacher, sich so zu geben, wie anderen einen sehen wollen. Trotzdem möchte ich dich ermutigen, einfach mal du selbst zu sein und keine Fassade aufrecht zu erhalten. Lasse dir nicht einreden, dass du nicht gut genug bist.

 

1. Stehe zu deiner Meinung

Lässt du dich leicht von anderen beeinflussen? Stehe zu deiner Meinung. Es ist völlig normal, eine eigene und manchmal andere Meinung zu haben. Du musst deine Meinung nicht an andere anpassen, nur um akzeptiert zu werden. Eine eigene Meinung zu haben, ist ein wichtige Eigenschaft. Schließlich macht deine Meinung gewissermaßen deiner Persönlichkeit aus.

Es ist in Ordnung, wenn dir der neuste Haar-Trend nicht gefällt. Es ist in Ordnung, wenn du das Lieblingsrestaurant deiner Freundin ungemütlich findest. Schließlich wäre es doch langweilig, wenn alle Menschen ganz genau gleich wären.

 

2. Stehe zu deinen Stärken und Schwächen

Ja genau! Du sollst auch zu deinen Schwächen stehen. Und damit meine ich jetzt nicht Schokolade. Kein Mensch ist perfekt. Und Schwächen sind auch Eigenschaften, die jemanden sympathisch machen können. Natürlich ist es nervig, wenn manche Leute immer unpünktlich sind. (Wobei ich gerade auf Malta wohne, und mich langsam an eine grundlegende Unpünktlichkeit gewöhnt habe). Aber kannst du nicht viel besser damit umgehen, wenn jemand offen zu seiner Schwäche steht?

Ich persönlich bin beispielsweise total nah an Wasser gebaut. (Ein großes Sorry an alle, die schon mal einen großen emotionalen Heulanfall von mir ertragen mussten). Es ist dabei völlig egal, ob es mich persönlich betrifft, mir jemand etwas Trauriges erzählt oder es eine rührende Szene im Film ist. Mittlerweile gehe ich damit relativ offen um, und warne beispielsweise Leute, die mit mir einen emotionalen Film schauen, vor. So wird das Ganze für mich nicht ganz so peinlich und mein Gegenüber muss sich (zumindest nicht so viele) Gedanken machen, was bei mir gerade los ist.

Oder stelle dir vor, du wirst von einer Freundin, die umzieht, gefragt, ob du beim Streichen helfen kannst. Und streichen ist wirklich nicht deine Stärke. Dann stehe offen dazu, dass du nicht streichen kannst. Deine Freundin wird dankbar sein, wenn du es ihr vorher sagst, als wenn sie hinterher deine gescheiterten Versuche gerade biegen muss. Damit ist nämlich wirklich niemanden geholfen.

Sei stolz auf deine Stärken, aber stehe auch zu deinen Schwächen!

Aber genauso, wie du zu deinen Schwächen stehen solltest, solltest du auch zu deinen Stärken stehen. Rede dich selbst nicht klein, wenn du etwas besonders gut kannst! Sei stolz auf deine Fähigkeiten und deine Stärken. Kannst du ein Instrument spielen, bist du besonders gut in einer Sportart, bist du handwerklich begabt? Dann sei stolz darauf! Es ist etwas Besonderes, dass nicht jeder Mensch kann.

 

3. Sei authentisch und stehe zu deinen Gefühlen

Ganz im ernst – welche Menschen sind dir persönlich sympathischer? Die, die total aufgesetzt sind, oder die, die einfach authentisch sind? Verstelle dich nicht, nur um jemanden zu gefallen. Das führt nämlich zu nichts. Versuche mal, echt zu sein. Wirklich du selbst zu sein. Und niemanden etwas vorzumachen. Du musst nicht immer der Pausenclown sein, nur weil alle das erwarten. Es kann dir nämlich nicht jeden Tag gleich gehen. Kein Mensch kann jeden Tag super gut drauf sein, immer gut gelaunt und fröhlich. Natürlich gibt es Tage, an denen es einem scheiße geht.

 

4. Traue dich auch mal Nein zu sagen und treffe eigene Entscheidungen

Ja zu sagen, dass passiert so leicht. Eigentlich wollen wir gar nicht wirklich – und dann ist das Ja schon über die Lippen gekommen. Du musst es nicht allen Leuten Recht machen und es ist in Ordnung, wenn du mal Nein sagst. Es fällt uns natürlich nicht immer leicht, Nein zu sagen – aber Übung macht den Meister!

Du solltest die Entscheidungen treffen, die du willst, und nicht das tun, was andere erwarten. Sei ehrlich zu dir selber und entscheide so wie du willst. Lasse dich nicht von anderen beeinflussen zu etwas, dass du gar nicht wirklich möchtest.

Außerdem sollten deine Worte und deine Taten miteinander konform sein. Du solltest also nicht, wie die beliebte Redensart sagt, Wasser predigen und Wein trinken. Sei authentisch und stehe zu deiner Meinung. Sage nicht etwas, was du gar nicht wirklich so meinst, nur weil andere es vielleicht hören wollen.

 

5. Höre auf, dich mit anderen zu vergleichen

Ich habe es jetzt glaub ich schon einige Male gesagt: Jeder Mensch ist anders. Und es ist gut, dass jeder Mensch anders ist. Hör auf, auf andere neidisch oder eifersüchtig zu sein. Ja, ich weiß, dass ich leichter gesagt als getan und fällt mir selber auch oft schwer. Aber im Normalfall sind wir nur auf ganz bestimmte Aspekte eifersüchtig. Denn kein Mensch ist perfekt.

Das Aussehen, den Erfolg, die Klugheit – das sind Dinge, die wir uns für uns vielleicht auch wünschen würden. Aber das sind nur einige Aspekte von denen, die einen ganzen Menschen ausmachen. Höre auf, deine eigene Identität von anderen Personen abhängig zu machen. Vielleicht ist die eine Person sportlicher als du, aber dafür ist sie vielleicht beruflich überhaupt nicht erfolgreich. Hör auf, dich selber so schlecht wahrzunehmen!

Jeder Mensch ist anders. Individualität ist ein wichtiges Merkmal, welches du schätzen solltest!

 

6. Hör auf, eine Mogelpackung zu sein!

Sicherlich hast du dich schon mal über eine Mogelpackung geärgert. Du hast etwas gekauft, und hinterher war gar nicht wirklich so viel drin, wie du erwartet hattest. Und dann warst du enttäuscht. Wenn du dich jetzt immer nur selber verstellst, dann bist du im übertragenen Sinne auch eine Mogelpackung.

Das größte Problem ist, dass du damit niemanden hilfst, am wenigsten dir selber. Auf lange Sicht wird es dich eher unglücklich machen, dass du dich verstellst, und nicht deine wahren Gefühle zeigen kannst.

 

7. Stehe zu deinen Wünschen, Werten und Prioritäten

Jeder Mensch hat irgendwelche Werte oder Prioritäten, die ihm wichtig sind. Frage dich selber, was dir wirklich wichtig ist. Ist es Gesundheit, Erfolg, Freiheit, Liebe, Abenteuer oder Sicherheit (oder was auch immer)? Versuche zu diesen Werten und Prioritäten zu stehen und rede sie nicht klein. Integriere sie in dein Leben.

Bist du unzufrieden, weil du schon immer mal was Neues wagen wolltest? Weil du beispielsweise ins Ausland gehen wolltest, aber immer noch in Deutschland hockst? Stehe zu deinen Wünschen, Werten und Prioritäten und gestalte dein Leben so, dass es dich glücklich macht.

 

Sei du selbst!

Ich hoffe, dass du deine eigene Identität findest, und dein „Ich“ nicht von der Meinung anderer abhängig machst. Natürlich ist es leichter gesagt als getan, aber einen Versuch sollte es wert sein. Du musst dich nicht verstellen, um es anderen Recht zu machen. Denn wenn du so bist, wie du bist, bist du auf deine eigene Weise perfekt! 

 

Fällt es dir leicht, du selbst zu sein? Oder gibst du manchmal vor, anders zu sein als du wirklich bist?

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Julia

6 Kommentare

  1. Liebe Julia,
    das sehe ich ganz genauso 🙂
    Vor allem den zweiten Punkt finde ich sehr wichtig. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich die anderen Punkte viel leichter umsetzen lassen, wenn man seine eigenen Stärken und vor allem auch Schwächen kennt. Denn dann ist man nicht mehr angreifbar, schließlich ist man sich selbst darüber im Klaren, dass man nicht perfekt ist – und das auch gut so ist! 🙂
    Schöne Grüße,
    Caro

    1. Danke, Caro, für deine Ergänzung. Über die Wichtigkeit bzw. die Reihenfolge der Punkte hatte ich mir so gar keine Gedanken gemacht, aber sicherlich hast du Recht. Die Stärken und Schwächen als wichtiger Teil unserer Persönlichkeit tragen maßgeblich zu unserem Verhalten und unserem Sein bei. Diese zu akzeptieren ist ein wichtiger Schritt, damit man wirklich „Ich-selbst“ sein kann.

  2. Das ist so ein schöner und wichtiger Beitrag, liebe Julia! Ich finde, du hast wirklich wichtige Punkte angesprochen. Wir brauchen mehr von solchen Texten! Mehr Texte, die uns ermutigen wir selbst zu sein! Ich bin immer noch dabei, das zu lernen. Ich habe mich zwar schon enorm weiter entwickelt, aber mir fällt es manchmal immer noch schwer, zu meiner Meinung zu stehen und kein Ja-Sager zu sein. Ich habe leider manchmal immer noch Angst, andere zu enttäuschen. Bei meinen Freunden bin ich völlig ich selbst, da ist das kein Problem. Aber bei fremden Menschen oder in großen Gruppen bin ich immer noch total schüchtern und trau mich oft auch einfach nicht was zu sagen, weil ich Angst habe, zu enttäuschen. Aber das ist nunmal eine meine Schwächen, die ich ab und zu auch schon akzeptiert habe. 😉 Wer weiß, vielleicht entwickelt sich das im Laufe der Jahre noch ein bisschen weiter, aber es ist so wichtig einfach man selbst zu sein. Denn sonst wird man niemals glücklich. Lieben Dank für diesen tollen Beitrag!

    Liebe Grüße,
    Maj-Britt

    http://www.dailymaybe.de

    1. Vielen Dank 🙂 Ja, auch mir fällt es oft schwer, „Nein“ zu sagen und wirklich zu meiner Meinung zu stehen. Aber ich arbeite daran und habe das Gefühl, dass es immer besser wird. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, kein Ja-Sager zu sein und zu deiner Meinung zu stehen! 🙂

  3. Wirklich ein toller Beitrag! Und ich finde es ist genau so wie du sagst, man muss einfach zu sich und seiner Meinung stehen 😊 Das kann man genauso lernen, wie auch mal nein zu sagen!

    Liebe Grüße
    Stephi von http://stephisstories.de

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