Ehrenamt - Übungsleiter
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Ehrenamt – Die wichtige Aufgabe eines Übungsleiters

Ehrenamt – Die wichtige Aufgabe eines Übungsleiters

Ehrenamt kann man in vielen Variationen begegnen. Eine Form der Ehrenamtes ist die Übungsleitertätigkeit. Übungsleiter trifft man häufig in Sportvereinen an. Ohne Übungsleiter kann ein Sportverein nämlich nicht existieren. Sie betreuen in einem Verein verschiedene Gruppen und gestalten die Trainingseinheiten. Übungsleiter üben die Tätigkeit freiwillig in ihrer Freizeit aus. Als Übungsleiter aktiv zu sein, ist daher ehrenamtliches Engagement. Generell gibt es verschiedene Bereiche, in denen du als Übungsleiter tätig sein kannst.

Im sportlichen Kontext können Übungsleiter von Trainern unterschieden werden. Dies hängt von der jeweiligen Qualifikation ab. Die ehrenamtliche Tätigkeit als Trainer fällt auch unter die Übungsleitertätigkeit. Aus diesem Grund verzichte ich (zur Vereinfachung) in diesem Beitrag auf diese Unterscheidung.

 

Warum ich Übungsleiter bin – und das gerne!

Es gibt verschiedene Gründe, warum ich gerne Übungsleiter bin und es mir Spaß macht, meine Freizeit so zu investieren. Ich bin schon seit Jahren als Übungsleiterin aktiv. So bin ich sowohl im Schwimmverein als auch im Krankenhaus als Übungsleiterin aktiv. Primär betreue ich im Verein Kinderschwimmgruppen und Aquafitnesskurse, im Krankenhaus präventive Sportangebote.

Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass Kinder vernünftig schwimmen lernen. Das ist für mich eine wichtige Aufgabe, die –in meinen Augen- der Schulsport nicht ausreichend leisten kann. Ich finde es furchtbar, wenn Menschen ertrinken, weil sie nicht vernünftig schwimmen können. Und ich finde es schade, dass das Schwimmen lernen häufig von geringer Priorität ist.

Von diesem Hintergrund abgesehen, stehen bei mir der Sport, der Spaß und die Teilnehmer im Vordergrund. Mir persönlich ist der Spaß am Sport besonders wichtig. Ich kenne gerne meine Kursteilnehmer und auch ihre individuellen Schwächen und Probleme. Nur so kann ich bei der Gestaltung einer Einheit darauf achten, dass jeder auf seine Art und Weise teilnehmen kann.

In meinen Kindergruppen versuche ich beispielsweise, den Kindern abwechslungsreich und spielerisch Schwimmen beizubringen. Wenn etwas Spaß macht, lernen diese nämlich doppelt so gut. Bei den Sportangeboten für Erwachsene ist neben Spaß auch der soziale Kontakt sehr wichtig.

Es gibt außerdem noch einen wichtigen Aspekt, der mich motiviert Übungsleiter zu sein. Ich bin dankbar für die Übungsleiter, die mich als Kind und Jugendliche betreut haben. Aus diesem Grund möchte dasselbe für andere Kinder und Jugendliche tun, und sie so unterstützen und fördern. In meinen Augen ist es eine schöne und lohnenswerte Aufgabe, die mir unendlich viel Spaß macht.

 

Was macht ein Übungsleiter?

Grundsätzlich kann man nur Übungsleiter sein, wenn man dieser Tätigkeit nebenberuflich im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich nachgeht. Dies kann sowohl in gemeinnützigen (z.B. Verein, Kirche) als auch in öffentlich-rechtlichen (z.B. Volkshochschul) Organisationen sein. Mögliche Übungsleitertätigkeiten sind Tätigkeiten mit pädagogischer Ausrichtung, als Betreuer, als Trainer, als Dozent oder in sozialen Einrichtungen.

Jeder Sportverein ist von ehrenamtlichen Übungsleitern abhängig. Diese betreuen verschiedene Gruppen innerhalb eines Vereins.  In meinem Schwimmvereint gibt es zum Beispiel verschiedene Trainingsgruppen mit Kindern und Jugendlichen, die unterschiedlich gut schwimmen können. Es gibt Gruppen, in denen die Teilnehmer erstmal Grundlagen und erste Schwimmzüge lernen. Es gibt weiterhin Gruppen, in denen die Teilnehmer in ihrer Technik und ihre Schnelligkeit und Ausdauer gefördert werden. Außerdem gibt es Gruppen, die sich auf Wettkämpfe vorbereiten und an diesen teilnehmen. Neben den Angeboten für Kinder und Jugendliche gibt es auch Angebote für Erwachsene. Diese Angebote sind primär gesundheitsorientiert. In meinem Verein sind das beispielsweise Aquafitness- und Aquajogging-Kurse. In jedem der Bereiche werden immer Übungsleiter benötigt.

Falls du daran interessiert bist, ehrenamtlicher Übungsleiter zu werden, kannst du dir natürlich einen für dich passenden Bereich suchen. So habe ich für mich persönlich festgestellt, dass die Wettkampfgruppen nichts für mich sind. Andere möchten unbedingt die Wettkampfgruppen betreuen. Jedem das seine! Genauso kannst du statt mit Kindern auch mit Erwachsenen oder Behinderten arbeiten. Das ist ganz dir überlassen.

 

Übungsleiter in einem Verein werden

In der Regel kann jeder in einem Verein ehrenamtlich Übungsleiter werden. Optimaler Weise bringt man dafür Grundkenntnisse aus der Sportart mit, in der man tätig werden möchte. Dies ist häufig allerdings kein Muss.

Ich selber bin zunächst lange im Verein geschwommen. Dann wurde eines Tages gefragt, ob ich mir nicht vorstellen könnte, Übungsleiter zu werden. So geht es übrigens vielen Sportlern. Wenn Bedarf ist, spricht dich dein Verein möglicherweise direkt an.

Du kannst aber auch selber in deinem Verein nachfragen. Bist du nicht in einem Verein aktiv, kannst du dich auch selber bei einem Verein melden. Ich habe mich beispielsweise nach meinem Umzug bei einem örtlichen Verein gemeldet. Einfach, weil ich gerne Übungsleiterin war (und bin), und diese Tätigkeit nicht aufgeben wollte. Und so wurde ich Übungsleiterin in einem Verein, den ich zunächst gar nicht kannte.

Es gibt aber auch Übungsleiter, die selber nie in dieser Sportart aktiv waren. Diese sind dann beispielsweise durch ihre Kinder in eine Übungsleiterposition hineingerutscht.

 

Ein guter Übungsleiter werden

Es gibt also zahlreiche Wege, wie man Übungsleiter werden kann. Wenn du Interesse hast, Übungsleiter zu werden, aber keine Vorkenntnisse hast, brauchst du keine Angst zu haben. Jeder kann nämlich ein guter Übungsleiter werden. In den Kindergruppen fängt man zunächst normalerweise als Helfer an. In diesem Fall gibt es schon einen Übungsleiter in der Gruppe, der Erfahrung hat und das Training leitet. Bei dem Helfen der Trainingsbetreuung und Trainingsgestaltung, kannst du erste Erfahrungen sammeln.

Bei gesundheitsorientieren Sportangeboten probieren potentielle Übungsleiter bei uns in der Regel erstmal selber die Sportart aus. Dann können sie auch bei verschiedenen anderen Übungsleitern mal zuschauen. Anschließend können sie auch anfangen, nach und nach eigene Einheiten zu gestalten.

Normalerweise werden potentielle Übungsleiter auch auf spezielle Lehrgänge geschickt. Dort können sie wichtige Qualifikationen sammeln und eine Lizenz erwerben, die notwendig ist, um eigenverantwortlich eine Gruppe zu leiten. Damit ein Übungsleiter immer gut ausgebildet ist, müssen diese Lizenzen regelmäßig aufgefrischt werden.

Mit der Zeit wirst du herausfinden, wie du dein Wissen optimal an deine Gruppe vermittelst. Außerdem kannst du dich auf Lehrgängen fortbilden, bei anderen Übungsleitern mal zuschauen, oder dich im Internet schlau machen. Generell gilt: Übung macht den Meister.

 

Verdienen Übungsleiter eigentlich Geld?

Wenn du als Übungsleiter tätig bist, bist du ehrenamtlich tätig. Das heißt, dass du für deine Arbeit kein Geld verdienst. Es ist aber üblich, dass einem Übungsleiter eine Aufwandsentschädigung bezahlt wird. Diese nennt man Übungsleiterpauschale. Diese ist in der Regel aber nicht besonders hoch und richtet sich häufig nach der Qualifikation. Das besondere an der Übungsleiterpauschale ist folgendes. Wenn du unter dem Freibetrag bleibst (derzeit 2400€ im Jahr), musst du keine Steuern auf dieses Geld zahlen. Es ist also theoretisch möglich, sich jeden Monat durch die Tätigkeit als Übungsleiter 200€ zuverdienen.

 

 

Bist du auch Übungsleiter oder ehrenamtlich tätig? Was machst du, und warum? 

 

 

Dieser Beitrag ist Teil der Blog-Parade Mein Ehrenamt.

 

 


Weiterlesen:

http://www.ehrenamt-deutschland.org/verguetung-aufwandsentschaedigung/uebungsleiterpauschale.html

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Julia

1 Kommentar

  1. Hallo Julia,
    vielen Dank für deinen tollen Beitrag zur Blogparade Ehrenamt. Mir liegt mein Ehrenamt auch sehr am Herzen, deshalb finde ich es super, dass du auch ehrenamtlich tätig bist. Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß als Übungsleiterin und hoffe du besuchst ab und zu mal meinen Blog.

    Liebe Grüße
    Freya
    http://www.dieplaudertasche.com

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